
Losgehen ohne Anfahrt
Spaziergänge, Rundwege und Ausblicke
Rund um das Junkerhaus beginnen Wege, die Aremberg, die Burgruine und die Landschaft der Hocheifel auf ruhige Weise erlebbar machen. Manche führen nur eine kleine Runde durch Ort und Wald, andere weiter hinaus in die Umgebung. Gemeinsam haben sie: Man muss nicht lange planen – oft reicht es, vor die Tür zu treten und loszugehen.
Von Burg, Schloss und alten Mauern
Wege durch viele Zeiten
Der Aremberg war über Jahrhunderte ein bedeutender Ort. Schon 1166 ist hier von einem festen Haus die Rede. Später entstand auf dem Berg eine mächtige Anlage, die durch ihre Lage, durch Eisenerzvorkommen in der Umgebung und durch die Stellung des Hauses Arenberg große Bedeutung gewann.
Aus der früheren Festung wurde später ein Schloss mit Terrassen, Wegen und einer Lindenallee. Nach dem Ende des Herzogssitzes blieb vieles nur noch als Spur erhalten: Mauerreste, Gräben, alte Wegführungen und der Turm, der im 19. Jahrhundert zur Erinnerung an das Schloss errichtet wurde. Gerade diese Mischung aus Landschaft und Geschichte macht den Spaziergang zur Burgruine so reizvoll.
Kleine Runde mit Geschichte
Zur Burgruine Aremberg
Direkt am Junkerhaus beginnt ein kurzer Rundweg zur Burgruine Aremberg. Die Runde dauert etwa 40 Minuten und führt von der Burgstraße aus hinauf in den Wald, vorbei an Obstwiese, Fußfall, alten Pflastersteinen und stillen Wegabschnitten rund um den Basaltkegel.
Unterwegs öffnen sich immer wieder Blicke auf Aremberg und die umliegende Landschaft. Zwischen Bäumen und Unterholz sind Mauerreste zu entdecken, die an die frühere Burg- und Schlossanlage erinnern. Oben auf dem Plateau erzählen die Ruine, die Lindenallee, alte Terrassen und der Turm von der langen Geschichte des Ortes. Wo einst eine mächtige Festung und später ein barockes Schloss standen, lassen sich heute noch viele Details erahnen.
Größere Runde durch die Umgebung
Der Fürstin-Margaretha-Weg
Wer weiter gehen möchte, findet mit dem Fürstin-Margaretha-Weg einen gut beschilderten Rundweg rund um Aremberg. Der Weg wurde vom Eifelverein gemeinsam mit örtlichen Gastronomen ausgearbeitet und ist knapp 28 Kilometer lang. Er führt auf den Spuren von Fürstin Margaretha durch das ehemalige Herzogtum Arenberg und verbindet historische Bezüge mit eindrucksvollen Ausblicken in die Eifellandschaft.
Die Route führt durch das ehemalige Herzogtum Arenberg über Antweiler, Eichenbach und Wershofen zurück nach Aremberg. Auch die Ruine der Burg Aremberg gehört zu den Stationen des Rundwegs. Damit verbindet der Weg Landschaft, Ortsgeschichte und weite Abschnitte durch die Hocheifel.
Ruhig starten, weiter gehen
Die Eifel Schritt für Schritt erleben
Ob kurze Runde zur Burgruine oder längerer Wanderweg durch die Umgebung: Rund um Aremberg lässt sich die Eifel ohne große Umwege erleben. Viele Wege beginnen direkt in der Nähe des Junkerhauses – ideal für Gäste, die Natur, Aussicht und Geschichte miteinander verbinden möchten.



Schon 1166 weiß man hier von einem festen Haus. Die Lage auf dem Kegelberg und nahe einer alten Römerstraße hat die Arenberger Herren dann im Mittelalter groß gemacht. Eisenerze in der Nähe sicherten den Reichtum, geschickte Bündnispolitik den Einfluss und die Gunst der deutschen Kaiser. So brachten sie es 1644 bis zur Herzogswürde und in der Folgezeit zu einer Festung, wie es im Westen keine zweite gab.
Die Lindenallee, links neben den alten Terrassen, stammt noch aus dieser Zeit – zwölf Bäume akkurat in einer Reihe. Hier kommen wir vorüber und erreichen oberhalb den Turm.
Margaretha lebte in einer Zeit großer Umbrüche: Adel, Kirche, Wirtschaft und Kriegsführung veränderten sich tiefgreifend. Sie erwies sich in dieser bewegten Epoche als kluge Regentin, geschickte Geschäftsfrau und selbstbewusste Verwalterin ihrer Güter. Nach dem Tod ihres Mannes in der Schlacht bei Heiligerlee führte sie die umfangreichen Besitzungen mehr als 30 Jahre lang als Familienoberhaupt weiter. Unter ihrer Regentschaft gewann Arenberg deutlich an Bedeutung und wurde 1549 zur Reichsgrafschaft erhoben.