Rechts das Wappen der Gemeinde Aremberg:
Unter goldenem Schildhaupt, darin drei rote Kugeln,
in Rot drei goldene Mispelblüten.

Die frühe Anwesenheit von Menschen am Aremberg belegen zwei Fundstellen und vier Grabhügel, die vorgeschichtlich datiert sind.

Das Dorf Aremberg entstand im Schutze der Burg auf einem 623 m hohen Vulkankegel und wurde Aremberg Dhall oder Thal genannt. Es erhielt die rechtliche Stellung einer sogenannten „Freiheit“. Das war eine Mittelstellung zwischen Dorf und Stadt. 

Aremberg hat ca. 250 Einwohner.

Aremberger Balade von Peter Weber zur 900-Jahresfeier im September 1988

Am Aremberg weht durch die Bäume
rauschend der Eifelwind
Wand'rer, verweile und säume,
lausche den Stimmen im Wind

Sie können dir berichten
von längst vergangener Zeit,
den Schleier etwas lüften,
der drüber liegt noch heut'.

Von einem Edelgeschlechte,
das einst hier residiert
und von der hohen Feste
die Untertan regiert.

Kommst  Du zu dem Berge
mit des Geschlechts Namen,
kannst du aus der Nähe
Vergagenenheit erahnen.

Die Mauerreste zeugen
von einer großen Zeit.
Dunkle Schatten steigen
aus der Vergagengenheit.

Die Stätte ist verlassen,
die einst von Glanz geprägt;
dich nimmer sind vergessen,
die Herren die hier gelebt.

Sie kamen von Köln am Rhein,
wo sie im höchten Amt.
Ihr Ursprung ist Frankreich,
in dem Burgenland.

Von dort Sie kamen an den Rhein,
waren hier in Amt und Würden,
um tausend soll's gewesen sein;
sie sprachen Recht für viele Bürger.

Dann gingen sie auch an die Ahr,
auf einen Berg, der hoch gelegen
und fanden ihn geeignet gar,
ihren Namen ihm zu geben.

Sie bauten hier als Stammessitz
die Burg, die Festund und das Schloß
und herrschen, bald mit viel Geschick,
Volk und Land ihre Gunst genoß'.

Man mühte sich um Untertan und Land
und förderte das Wohlergehen,

damit sich alles wohl befand,
der Untertan konnt' gut  bestehen.

Sie sorgten sich um Wald und Vieh
und richteten die Märkte ein.
Im Land der Bergbau gut gedieh,
das Eisen war beliebt und rein.

Die Kinder sollten lesen, schreiben
und den Katechismus lernen,
damit sie konnten unterscheiden
und dem Hexenwahn begegnen.

Doch in all den vielen Jahren
kamen Feubde, um zu stürmen,
brachten mancherlei Gefahren;
man wehrte sich von Burg und Türmen.

Manchmal war man unterlegen,
doch immer ward die Burg befreit
und dann mutig und verwegen
stets aufs neue aufgebaut.

Als nach vielen hundert Jahren
kam das Ende für das Schloß,
mußten Land und Leut' erfahren,
welche Gunst man lang genoß.

Franzosen kamen hier ins Land.
Die Untertanen wurden Bürger.
Doch bald diese Zeit verschwand;
das Land ging an die Preußen über.

Und nach langer, langer Zeit,
die inzwischen war vergangen,
erzählen noch die alten Leut',
wie gut es ihnen einst ergangen.

Das Geschlecht der Aremberger,
deren Schloß hier früher stand,
waltet heut in anderen Ländern,
weit entfent vom Stammesland.

Doch wie könnt' es anders sein,
bis dato haben sie uns nicht vergessen.
Auch heut woll'n sie bei uns sein,
hier, wo ihre Ahnen einst gewesen.

Aremberg, das Dorf im Dhaal,
feiert heut' ein großes Fest.
Allen Gästen hier im Saal
wünschen wir das Allerbest'.

Am Aremberg weht durch die Bäume
leise der Eifelwind.
Wandrer, schweige und träume,
von Zeiten, die Vergangenheit sind.